Ansehen und weitergeben! FRONT-ILLUSTRIERTE Nr. 28 FÜR DEN DEUTSCHEN SOLDATEN November 1942 Hört auf die Worte eines Urenkels von Bismarck Am 30. August wurde im Raum von Stalingrad der Flieger des Jagdgeschwaders Udet", Leutnant Heinrich Graf von Einsiedel, ein Urenkel Bismarcks, abgeschossen. Er befindet sich gegenwärtig in einem russischen Kriegsgefangenenlager. Lest, wie es ihm in der russischen Kriegsgefangenschaff ergeht. Ltn. v. Einsiedel liesf ein Flugblatt, das das politische Vermächtnis seines berühmten Urgroßvaters enthält: niemals Deutschland der Gefahr eines Krieges gegen Ruhland auszusetzen. Das Lichtbild wurde am 10. November 1942 aufgenommen, Dieser Mann führt Deutschland der Katastrophe entgegen, ,,Deutsche Flieger, Offiziere und Soldaten! Ich will Euch die Wahrheit über den Krieg und über die russische Kriegsgefangenschaft erzählen.“ Ein Krieg Deutschlands gegen Ruhland ist unsinnig und aussichtslos. Das hat mein Urgroßvater, der Reichskanzler Ollo von Bismarck stets gesagt, und davon überzeugt sich heute jedar Frontsoldat mil jedem Tag immer mehr. Die Behauptung, dafs die Russen ihro Gefangenen und insbesondere dis Offiziere erschießen, erscheint mir jetzt geradezu lachhaff. Das habe ich bei meinen häufigen und ungezwungenen Unterhallungen mil dem Lagerkommissar ganz offen gesagt. DESPOO REAS ,,Die Russen halten die internationalen Abmachungen über die Kriegsgefangenen strikte ein. Sowohl mir als auch anderen kriegsgefangenen Offizieren ist die Möglichkeit gegeben, über unsere Freizeit nach Belieben zu verfügen. Wir spazieren off in den Anlagen des Gefangenenlagers." ,,Ein Gefangenenlager ist natürlich kein Kurort und die Lagerkantine ist kein Restaurant. Das Essen ist hier einfach, aber reichlich und schmackhaft. Bei Tisch müssen wir manchmal lachen, wenn wir darüber sprechen, wie man uns mit der russischen Gefangenschaft geschreckt hat." ,,Die deutschen Kriegsgefangenen in Rußland haben ihre eigene gedruckte Zeitung. Wie angenehm ist es im Winter, wenn draufen der kalte Wind über die Felder fegt, mit der Zeitung vor dem Ofen zu sitzen." ,,Die Russen kämpfen nicht gegen Wehrlose. In jedem Kriegsgefangenen respektieren sie die Menschenwürde. Wenn ich ein Buch in meiner Muttersprache lesen will, steht mir eine ziemlich reichhaltige Lagerbibliothek zur Verfügung." ,,Außer der gedruckten Zeitung haben wir im Lager eine eigene Wandzeitung. Sie wird von den Kriegsgefangenen selbst mit viel Eifer angefertigt." ,,Ich halte es für notwendig, dies alles Euch zu schreiben. Die Schlüsse werdet Ihr hoffentlich selber zu ziehen wissen." Jench Ich & hoeſiedel. SCCAECH Macan Pebery Mappen ન Болала SPAPKIN PAH en AAPRA Basback Hangsza МАРСЕЛЬ, FSAFCETORA Enc Tyng ТУНИС REAPONS BEHA Сыния Dances Cubepo БУХАРЕСТ Cac Scare LORY APART Co Бонела РУСТАМ БУЙТ A Hon Ca igh Tropp Te Hapse m Ci6xa To KARP E Cerba бел Ботерея Mux Олл. Фарафра Я Ous 32 Max 3. HA Die kriegsgefangenen deutschen Soldaten und Offiziere interessieren sich außerordentlich für die Kriegsoperationen In Agypten und in Nordafrika. U. B.: Bismarcks Urenkel, Lin. Heinrich Graf von Einsiedel, vor der Landkarte im Gespräch mit seinen Kameraden. ,,Die Anhänger meines Urgroßvaters", sagt er, warnten vor einem Zweifrontenkrieg. Man hat auf sie nicht gehört. Und nun befindet sich die deutsche Armee in einer sehr schwierigen Lage. Die Landung amerikanischer Truppen in Nordafrika eröff net den Verbündeten neue Möglichkeiten, in Europa einen Land krieg zu führen: zahlreiche Flottenstützpunkte und Lufthäfen stehen ihnen gegen Deutschland und den Balkan zur Verfügung." Ein Wüstenerlebnis Das DNB meldet, daß General Rommel sich angeblich von den ihn verfolgenden englischen Truppen losgelöst hat. Diese Meldung wurde beinah als Sieg dargestellt. Die,,Loslösung" Rommels geschah ungefähr so, wie es auf unserem Bilde zu sehen ist. 2006.17.17